«Mit jeder Zuckerrübe gelangt auch wertvolle Erde in die Fabrik. Wir von RICOTER verarbeiten diese Erde zum Beispiel mit Kompost zu Schweizer Recycling-Erde weiter. So schliessen wir Stoffkreisläufe und vermeiden Torfabbau. Damit tragen wir zum Klimaschutz bei.»
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Aktuelle Studien zeigen: Schweizer Zucker ist nachhaltiger als Zucker aus der EU und aus Paraguay
Die Schweizer Zucker AG liess in einer Ökobilanz die Umweltbelastungen von konventionellem Schweizer Rübenzucker mit aus der EU in die Schweiz importiertem Rübenzucker vergleichen. Im Fokus stand die Gesamtheit aller Umweltauswirkungen über die ganze Zuckerproduktionskette. Resultat ist: Schweizer Zucker belastet im Vergleich zum importierten Zucker aus der EU die Umwelt unter dem Strich um etwa 30% weniger. Entscheidend für diesen Unterschied sind vor allem der Rübenanbau und die Verarbeitung der Rüben in der Zuckerfabrik. Machen Sie sich ein genaues Bild:
Zusätzlich hat die Schweizer Zucker AG die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Bio-Rübenzucker und importiertem Bio-Fairtrade-Rohrzucker aus Paraguay untersuchen lassen. Auch diese Studie fiel zugunsten des Schweizer Bio-Rübenzuckers aus. Hier weist der Bio-Rübenzucker eine bessere Ökobilanz sowie eindeutig bessere soziale Bedingungen auf.
Bei der hauseigenen Abwasserreinigung der Schweizer Fabriken fällt Klärschlamm an. In einer Faulungsanlage wandeln Mikroorganismen dessen organische Bestandteile in Biogas um. Das Biogas dient als erneuerbarer Brennstoff für die Energieproduktion in den Fabriken und ersetzt fossiles Erdgas. Dies schont nichterneuerbare Energieressourcen und reduziert Treibhausgasemissionen.
Bei den Verarbeitungsschritten produzieren die Holzkraftwerke grosse Mengen an Abwärme. Diese gewinnen die Fabriken soweit möglich zurück und nutzen sie für ihre Prozesse. Wärme, die sie selbst nicht benötigen, speisen sie in ein Fernwärmenetz ein und geben sie für andere Nutzungen an Dritte ab. So heizen etwa nahe gelegene Wohnareale mit der Abwärme der beiden Werke. Dies spart Heizenergie; die Umweltbelastungen der Wärmeproduktion nehmen entsprechend ab.
Die Zuckerfabriken betreiben Dampfturbinen, welche die erforderliche Prozesswärme und den Strom gekoppelt produzieren. Dadurch ist zu gewissen Zeiten mehr Strom verfügbar, als für die Verarbeitungsschritte benötigt wird. Den Stromüberschuss speisen die Fabriken ins Schweizer Stromnetz ein. Dadurch muss weniger Strom konventionell produziert werden, und die damit einhergehenden Umweltbelastungen fallen weg.
Weisser Rübenzucker entsteht durch mehrmalige Kristallisation des Dicksafts. Dabei fällt Melasse an – der Teil des Dicksafts, der nicht kristallisierbar ist. Wegen ihres hohen Zuckergehalts von etwa 50 Prozent dient Melasse zur Anreicherung von Viehfutter (statt Maissilage) oder als Wachstumssubstrat in der Hefeindustrie (statt Maisstärke).
In der Verdampfstation wird dem Rohsaft weiter Wasser entzogen, bis der Zuckergehalt etwa 65 Prozent beträgt. Das Werk Frauenfeld macht aus einem kleinen Teil dieses sogenannten Dicksafts keinen Zucker, sondern gibt ihn an die Hefeindustrie ab. Sie nutzt ihn als Wachstumssubstrat für die Hefekulturen. Der Dicksaft ersetzt alternative Stärkequellen wie Maissilage, deren Produktion aufwändig ist. Die Verwertung des Dicksafts schafft daher einen bedeutenden Mehrwert für die Umwelt.
Kalkmilch und Kohlensäure reinigen den Zuckerrohsaft. Er besteht anschliessend praktisch nur noch aus Wasser und Zucker. Der Kalk gelangt als Düngemittel und Bodenverbesserer zurück in die Landwirtschaft. Dadurch ist weniger Kalkdünger nötig. Dies schont inländische Kalkvorkommen und Landschaften. Ausserdem vermindert es Umweltbelastungen, die beim Kalksteinabbau entstehen.
Um den Zucker zu extrahieren, werden die Rüben nach dem Reinigen in schmale Streifen (Schnitzel) geschnitten und in etwa 70 Grad heisses Wasser gelegt. Dabei bleiben pro Tonne Zuckerrüben etwa 160 Kilogramm entzuckerte Rübenschnitzel zurück. Das Nebenprodukt wird als Viehfutter verwendet, mit Melasse angereichert und entweder getrocknet oder gepresst.